Rückblick: Der grosse Irrtum

Die vierte Veranstaltung der >>black box<< war den großen Irrtümern gewidmet.

Olaf Winkler (Bild: Birgitta Kowsky)

Der erste Irrtum des Abends war der, dass höchstens 80 Gäste in die Black Box passen. Nach einigem Stühlerücken war klar: da geht noch was, zumindest wenn man eng zusammenrückt. Dass wir trotzdem noch Interessierte nach Hause schicken mussten, zeigt, wie groß das Interesse war. Vielleicht ein Anreiz für die  Leipziger Kinomacher, mehr Filme wie “Der grosse Irrtum” ins Programm zu nehmen – das Publikum ist da!

Susanne Schulz (Bild: Birgitta Kowsky)

Nach dem Film diskutierten Regisseur Olaf Winkler und Luc-Carolin Ziemann mit den ZuschauerInnen über das Konzept der Bürgerarbeit, die inzwischen auch in Leipzig an vielen Stellen umgesetzt wird (mehr dazu hier), die Frage, inwieweit man die eigene, künstlerische Arbeit auch als Bürgerarbeit begreifen kann und die unfreiwillige Transformation, die gute Ideen im Politikzirkus erfahren können, bis sie zu umsetzbaren Programmen werden.

Olaf Winkler und Luc-Carolin Ziemann (Bild: Birgitta Kowsky)

Wir haben das Gespräch wie immer aufgezeichnet, so dass es hier in Ausschnitten nachvollzogen werden kann.

Leider ist die Tonqualität diesmal ziemlich schlecht (wir bitten das zu entschuldigen!)

 

“Mein Wissen um die Unsicherheit der Arbeit hat sich durch den Film vertieft…” Olaf Winkler

Wie hat sich Olaf Winklers Blick auf die eigene Arbeit während der Filmproduktion geändert?

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Wie wurde aus dem Konzept der freiwilligen Bürgerarbeit ein vergleichsweise repressives Element der Arbeitsmarktpolitik?

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Welche Folgen hat die Martwertorientierung am Arbeitsmarkt für den Einzelnen?

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Frage aus dem Publikum: Warum ist dieser Film nicht im Fernsehen zu sehen?

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Frage aus dem Publikum: Was kritisiert ihr eigentlich am Konzept der Bürgerarbeit?

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Kommentar aus dem Publikum: Das Konzept der Bürgerarbeit beruht auf der gleichen Verwertungslogik wie der “1. Arbeitsmarkt”. Warum hinterfragt ihr das Konzept nicht kritischer?

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Der Soziologe Ulrich Beck hat einen Vorschlag gemacht, wie Grundeinkommen und Bürgerarbeit kombiniert werden können.

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Arbeit dient auch als soziales Bindemittel, das Menschen innerhalb demokratischer Gesellschaften integriert und verankert.

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Anmerkung aus dem Publikum (leider in ganz schlechter Audioqualität): Wir sollten erst Begriffe wie Arbeit oder Marktwert definieren, bevor wir anfangen, darüber zu reden.

Antwort aus dem Publikum (leider in ganz schlechter Audioqualität): Aber das ist ja gerade das Spannende an dieser Debatte: dass jeder so etwas wie Arbeit eben ganz unterschiedlich definiert. Wer am Fließband steht, wird Arbeit anders definieren als ein Künstler oder ein Handwerker. Es geht doch genau darum, diese Definitionen immer wieder neu auszuhandeln und nicht festzusetzen!

Blick ins Publikum (Bild: Birgitta Kowsky)

 

 

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